Samstag, 16. Juni 2012

Wie finanzieren wir uns eigentlich?



Andere schweigen über ihre Gelder - die Juso Hochschulgruppe München nicht
Wir sind transparent!

Oft gibt es ja ein (gesundes) Misstrauen woher politische Organisationen ihr Geld herhaben, wie sie es ausgeben und ob jemand davon erfährt. Deshalb möchte die Juso-Hochschulgruppe euch, gerade auch in Blick auf die anstehenden Hochschulwahlen, auf alle drei Aspekte Antworten geben.

Woher haben wir unser Geld und wieviel?



Für den Hochschulwahlkampf haben wir 500 Euro zur Verfügung - für die gesamte LMU!
Bei ca. 50.000 Studierenden wäre das gerade einmal 1 Cent pro Studi. In diesem Jahr treten wir in vier Fächern an, allerdings haben diese zusammen auch über 10.000 Studierende.
Die 500 Euro bekommen wir von der Bayern-SPD.

Unsere sonstige Arbeit über das Jahr hinweg ist nicht sehr kostenintensiv. Unsere inhaltlichen Diskussionen und Planungstreffen dürfen wir, genau wie alle anderen Hochschulgruppen, kostenlos in den Räumen der Studierendenvertretung abhalten.
Materialen, damit verbunden auch Gelder, brauchen wir eigentlich nur hin und wieder - meist werden diese Beträge (welche sich immer unter 100 Euro bewegen) dann auf Antrag von den Jusos München übernommen, auch weil oft Kooperationen mit den Jusos München stattfinden.

Unsere komplette Arbeit und Arbeitszeit erfolgt komplett ehrenamtlich und kostenfrei!

Was machen wir mit dem Geld?

Das diesjährige Hochschulwahlbudget haben wir wie folgt ausgegeben:

250 Euro für Plakate, Flyer und deren Versand
220 Euro für Give-Aways (Sattelüberzieher gegen Studiengebühren, Kondome, Juso-HSG Kugelschreiber und Anstecker)
10 Euro für ein mittelgroßes Juso-HSG Banner
20 Euro für Aufstellplatten, Tacker, Tesa und Kabelbinder

Warum wollen wir transparent sein?

Einerseits weil wir Transparenz für einen Grundpfeiler einer demokratischen Arbeit verstehen und da auch selbst voran gehen wollen. Nicht immer ist komplette Transparenz möglich und sinnvoll, aber viel öfter als bisher und bei vielen anderen auf jeden Fall.

Genauso würden wir uns aber auch von anderen eine solche Transparenz wünschen. Oder wisst ihr woher das Geld anderer politische Hochschulgruppen oder der Fachschaftslisten kommt? Gerade auch wieviel und wie das Geld ausgegeben wird findet man da selten bis nie.



Wir hoffen wir könnten damit einen Beitrag für euch leisten, bei Fragen kommentiert einfach unter dem Blogeintrag oder schreibt uns an:  hochschulgruppe(at)jusos-m.de

Eure Juso Hochschulgruppe München

bei Facebook:  http://www.facebook.com/JusoHSG.Muenchen




Sonntag, 10. Juni 2012

Wer wir sind

Die Juso Hochschulgruppe München ist eine offene Gruppe von engagierten Studierenden. Wir setzen uns für soziale, demokratische und freie Hochschulen und Universitäten ein. 

Unsere aktuell Aktiven studieren an LMU, TU, HM oder HfP. Studierende aller Münchner Hochschulen und Fachrichtungen sind willkommen, gerade diese Vielfalt ist eine unserer Stärken.

Wir sehen uns sozialdemokratischen Werten und Zielen verbunden. Viele unsere Mitglieder sind zusätzlich bei den Jusos und/oder der SPD aktiv, einige auch nicht. Bei uns kann jede/r mitmachen der sich für eine wirklich gerechte Hochschullandschaft stark machen will.

Jede/r ist immer gerne eingeladen zu einem unserer, ca. zweiwöchig stattfindenden, Treffen zu kommen um uns kennenzulernen und reinzuschnuppern. Für neue Themen und Menschen sind wir immer offen.

Am besten schreibt ihr uns eine E-Mail an hochschulgruppe@jusos-m.de  oder werdet Fan unserer Facebookseite: http://www.facebook.com/JusoHSG.Muenchen

Wir freuen uns auf euch!

Eure Juso Hochschulgruppe München

Was wir machen

Um unserem Ziel von sozialer, demokratischer und freier Bildung näher zu kommen verfolgen wir verschiedene Wege. Wir sehen die Hochschulen und Universitäten nicht als abgeschlossene Welten, sondern als Teile der Gesellschaft, was sich auch in unserem Handeln widerspiegelt. 

Bildung, Diskussion und Meinungsfindung innerhalb der Juso-Hochschulgruppe

Bei unseren regelmäßigen Treffen behandeln wir meistens einen inhaltlichen Themenschwerpunkt. Oft haben wir dazu eine ExpertIn als ReferentIn. Dadurch erarbeiten wir uns gemeinsam neue Themengebiete bzw. vertiefen unser vorhandenes Wissen. Darauf folgt in der Regel auch eine Positionierung und ein Antrag. Außerdem dienen die Treffen dazu, unsere Aktionen zu planen und zu organisieren, sowie Wissen weiterzugeben. Die Tagesordungspunkte setzen die TeilnehmerInnen selbst, jede/r hat eine Stimme bei Abstimmungen.

Mitarbeit in Fachschaften und Studierendenvertretungen

Die Juso Hochschulgruppe München ist seit vielen Jahren aktiv in den verschiedenen Studierendenvertretungen in München und auf bayerischer Ebene. Viele unsere Mitglieder sind auch in ihren Fachschaftsvertretungen engagiert, ob auf Juso-Listen oder einfach als Einzelpersonen. Unsere Teilnahme an den Hochschulwahlen wollen wir weiter ausbauen.

Über unsere engagierte und zahlreiche Mitarbeit, sowie über inhaltliche Anträge, könnten wir die Positionen und Aktionen der Münchner Studierendenvertretungen in den letzten Jahren maßgeblich mitgestalten. Auch bayernweit können wir so immer wieder Dinge in Bewegung bringen, wie die Kampagne gegen Studiengebühren, die Position zum missratenen Deutschlandstipendium oder den Hochschulgipfel.

Gerade in den nächsten Jahren wird es wichtig sein den Studierenden - und ihren Vertretungen - eine starke und soziale Stimme zu geben.

Wenn ihr Interesse habt euch in den offiziellen Gremien der Studierenden zu engagieren, egal auf welche Ebene, können wir euch immer gerne mit Erfahrung, Kontakten und Tipps zu Seite stehen.

Organisation und Durchführung von Protesten

Ob  die „SoS-Studieren ohne Studiengebühren“ Demonstrationen der Jahre 2009-2011, die Bildungsstreiks in München 2009/2010, die LMU Audimaxbesetzung im Herbst 2009 oder die Bildungscamps vor der LMU – zahlreiche Mitglieder der Juso Hochschulgruppe München waren immer an der Planung und Durchführung beteiligt. 
Es ist uns wichtig hier immer wieder Impulse zu setzen, denn der Kampf für bessere Bildung braucht auch immer wieder starke öffentliche Zeichen. Demonstrationen mit 5000-10000 TeilnehmerInnen, wochenlange Hörsaalbesetzungen und massenhaft Zeitungsartikel sind wichtig, um Ziele durchzusetzen.
Wir wissen, wie hart es ist, solche Aktionen auf die Beine zu stellen, wir wissen aber auch, wie viel man dabei lernt, welche tolle Menschen man dabei kennenlernt und welch tolle Erfolgserlebnisse einem geschenkt werden.



Wirken in die Jusos und die SPD

Wir nutzen unsere Nähe zu Jusos und SPD um im Austausch und gemeinsam für bessere Bildung zu streiten. Nicht immer sind wir hier einer Meinung, durch unsere politische Nähe besteht aber immer eine vertrauensvolles und offenes Verhältnis. 
Umso mehr kann man für Studierenden erreichen in einer SPD-regierten Stadt München und hoffentlich auch bald bei einem bayerischen Ministerpräsidenten namens Christian Ude.





Aktivitäten und Erfolge des letzten Jahres

Was haben wir im letzten Jahr an Projekten, Inhalten und Aktionen neben unserer alltäglichen Arbeit maßgeblich mit angestoßen?

Hochschulwahlen 2011 und 2012

Bei den Hochschulwahlen 2011 sind wir als einzige politische Hochschulgruppe angetreten –und das trotz des hochschulgruppenfeindlichen Wahlsystems. Begonnen haben wir 2011 in den Fächern Jura und Germanisitik, alle unsere KandidatInnen wurden gewählt. In diesem Jahr treten wir schon in vier Fächern an: Germanistik, Geschichte, Politikwissenschaften und Physik. Leider sind Kandidaturen direkt für den Konvent oder den Senat nicht möglich – dennoch arbeiten wir gerade auf Uniebene aktiv mit. 






Deutschlandstipendium

2011 wurde das unsoziale Deutschlandstipendium von der Bunderegierung eingeführt. Unserem inhaltlichen Antrag ist es zu verdanken, dass sowohl die Studierendenvertretung der LMU wie auch die bayernweite Vertretung der Studierenden das Deutschlandstipendium ablehnen und stattdessen eine Ausweitung und Erhöhung des BAFöGs fordern. Außerdem wurde unser Antrag auch Beschlusslage der Jusos Bayern sowie der SPD Bayern und geht nun auf SPD Bundesebene. 

Kampagne gegen Studiengebühren von SoS (Studieren ohne Studiengebühren)

Im Sommer 2011 gab es eine große bayernweite Kampagne gegen Studiengebühren. Sie beinhaltete einen offenen Brief an die bayerische Politik, eine Infoplakat-Kampagne sowie Demos und Pressemitteilungen. Mitglieder der Juso-Hochschulgruppe München gestaltete maßgeblich Inhalt und Design der gesamten Kampagne. Dadurch wurde das Thema wieder einmal breit gesetzt und Druck gegen Studiengebühren aufgebaut. 

Petition gegen Studiengebühren der SPD-Landtagsfraktion

Im Anschluss an die SoS-Studengebührenkampagne griffen viele Oppositionsparteien (SPD, Piraten und Freie Wähler) die Thematik neu auf. Die SPD-Landtagsfraktion startete im Wintersemester eine Massenpetition gegen Studiengebühren, Adressat war der bayerische Landtag. Bayernweit wurden über 33.000 Unterschriften gesammelt, ein großer Teil davon in München. Wir haben selbst Infostände und Sammelaktionen gestartet, aber auch die Studierendenvertretungen und Fachschaften dazu animiert. 



Hochschulgipfel

Im Frühjahr 2012 fand an der LMU München der erste bayerische Hochschulgipfel statt, eine hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion, in der es um die Finanzierung der bayerischen Universitäten ging. Auf dem Podium saßen neben Wissenschaftsminister Heubisch die SPD-Landtagsabgeordnete Isabell Zacharias und weitere Regierungs- und OppositionsvertreterInnen. Die Argumente der Studierenden wurden vorgebracht von  Franziska Traube, Sprecherin der bayerischen Studierenden (auch Mitglied der Juso-Hochschulgruppe München). Die Idee und das Grundkonzept kam von der Juso-Hochschulgruppe München. 






Position zur Studiengebührenkompensation

Wir sind schon weiter: Wir fordern nicht nur die Abschaffung der Studiengebühren, sondern haben auch ein Konzept zur Kompensation der Gebührengelder entwickelt. Dieses Konzept ist nun auch Beschlusslage der Studierendenvertretung der LMU, bald wird es bayernweit diskutiert und auch in die SPD-Gliederungen bringen wir es aktuell ein.

Freizeitsportgeräte für die Studierenden

Es kommt nicht oft vor, aber manchmal machen wir auch unpolitische Sachen. So gibt es auf unseren Antrag hin ab Mitte des Sommersemester in der LMU-Studierendenvertretung neben der Haupt-Mensa umsonst Sportgeräte zum Ausleihen: Fußbälle, Tischtennis, Boccia, Federball und vieles mehr…

Freitag, 25. Mai 2012

Bericht vom Konvent der Fachschaften der LMU (23. Mai 2012)

Am vergangenen Mittwoch (23. Mai 2012) fand im LMU Hauptgebäude wieder einmal Konvent statt. Bermerkenswertestes Vorkommnis war die Wahl von Esther Dammer zur Vorsitzenden. Damit ist der Vorsitz des höchsten studentischen Gremiums der Universität wieder vollständig besetzt. Kathi und Esther haben schon in ihrer ersten gemeinsamen Sitzung aufgezeigt, dass es mit dem Chaos, das die (noch im Amt befindlichen) Kollegen gerne anrichten bald vorbei sein könnte.

Die Fachschaften haben zurecht festgestellt, dass der Antrag der Hochschulgruppe, sich zum Austritt der LMU aus Uni-Bayern e.V. zu äußern, zwar gut war, es aber nach drei Wochen "Bedenkzeit" keinen Sinn mehr macht an die Öffentlichkeit zu gehen. Wir haben unseren Antrag aus diesem Grund natürlich zurückgezogen - wieder eine Gelegenheit ungenützt verstreichen lassen.

Eine volle Stunde hat sich der Konvent dann mit einer grotesken Geschäftsordnungsdebatte beschäftigt. Nach der Debatte war der Saal geleert!
Die Abwesenheit der Fachschaften nach der GO-Diskussion war vor allem deshalb so bedauernswert, weil bis zum Ende der Sitzung noch eine sehr informative und spannende Debatte um eine Punkte aus den Bolognagrundsätzen der Studierendenvertretung stattfand. Es ging kontrovers zu und viele Fachschaftler hätten noch etwas dazulernen können.